Gerhardt von Reutern-Haus
Gerhardt von Reutern-Haus
Gerhardt von Reutern-Haus

Das Malerstübchen

Willingshausen ist weit über die Landesgrenzen als älteste Malerkolonie Deutschlands bekannt geworden. Das Museum "Malerstübchen" spiegelt ein Stück Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wieder.

Viele Gemälde zeigen Alltagsmotive der damaligen Zeit mit der sehenswerten Vielfalt der Schwälmer Tracht.

Darüberhinaus ist die bäuerliche Handwerkskunst der Schwälmer Weißstickerei und des Stricken & Spinnens mit Eindrucksvollen Gegenständen zu sehen.

Führung

Unter fachkundiger Führung erhalten Sie einen Vortrag über die Malerkolonie und ihre Künstler, Schwälmer Brauchtum und Schwälmer Handwerkskunst.

Die Kunsthalle

Die Kunsthalle Willingshausen wurde 2005 am Gerhardt-von-Reutern-Haus errichtet. Das Bestreben war es, einen professionell ausgestatteten Ausstellungsraum zu bauen, der den musealen Anforderungen genügt und in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden können.

Besonders seit Bestehen des Willingshäuser Künstlerstipendiums 1996 war ein Raum nötig, der eine adäquate Präsentation der zeitgenössischen Kunst ermöglicht. Dank Fördergelder der EU konnte das Projekt schließlich umgesetzt werden. Entstanden ist nicht nur ein 100 m2 großer Ausstellungsraum, der konstante klimatische Bedingungen ermöglicht und komplett abzudunkeln ist, sondern auch ein Shop und ein attraktiver Empfangsbereich, in dem auch das Touristikbüro untergebracht ist.

Betrieben wird die Kunsthalle von der Willingshausen Touristik Betriebsgesellschaft mbH, kurz WTB genannt. Geschäftsführer der WTB mit zugehöriger Kunsthalle ist Paul Kalbfleisch. Tatkräftig unterstützt wird er hierbei von Paul Dippel und Ulli Becker-Dippel. Eigentümer der Immobilie ist die Gemeinde Willingshausen.

Ganzjährig finden wechselnde Ausstellungen in der Kunsthalle statt. Außer den beiden Präsentationen der Stipendiaten, gibt es von der Vereinigung Malerstübchen oder der WTB organisierte Ausstellungen.

Kunsthalle Willingshausen

Merzhäuser Str. 1
34628 Willingshausen
Telefon: 06697-1418
www.malerkolonie.de

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag – Freitag:  09 - 12 und 14 - 17 Uhr
Samstag + Sonntag: 10–12 und 14 - 17 Uhr

Das aktuelle Kursprogramm finden Sie unter: www.malerkolonie.de

Kursprogramm "Eberhard Weyel"

Willingshausen.

Am kommenden Wochenende (Fr– So, 25.–27. Mai 2018) bietet Eberhard Weyel im Gerhardt von Reutern-Haus in Willingshausen, Merzhäuser Str. 1, seinen Kurs „Landschaft aus Wasser geschaffen“ an, der Aquarellmalerei zum Thema hat. Der Kurs beginnt mit einer Einführung in die Geschichte der Wasserfarbenmalerei anhand von Bildbeispielen. Die TeilnehmerInnen arbeiten zu Beginn in der Landschaft um Willingshausen und tauschen ihren Kenntnisstand aus. Am zweiten bzw. dritten Tag arbeiten die TeilnehmerInnen je nach Fähigkeiten an konkreten (oder abstrakteren) Motiven von Landschaften weiter. Ziel des Kurses ist die Verbesserung des eigenen Könnens und die zunehmende Reduzierung des Aquarells auf wesentliche Bildelemente. Von der Arbeit vor dem Motiv bis hin zur völlig freien Gestaltung von Blättern aus der Vorstellung heraus sind den eigenen Ideen der TeilnehmerInnenkeine Grenzen gesetzt. Überwiegend wird in Aquarell und evtl. Einsatz von Wachskreidetechnik gearbeitet. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. E-Mail des Dozenten: hardyweyel@web.de Ein alternativer Termin wäre der 24.–26. August 2018 Kursdauer: Fr 14:00–18:00 Uhr, Sa 10:00–18:00 Uhr, So 10:00–16:00 Uhr Der Unkostenbeitrag beträgt 150,– Euro

46. Stipendiation Kathie Seemann

46. Stipendiatin des Arbeitsstipendiums in der Künstlerkolonie Willingshausen Kathi Seemann Y O U T H 5. Mai – 6. Juni 2018 Kunsthalle Willingshausen Merzhäuserstr. 1 34628 Willingshausen Öffnungszeiten: Di-Fr 14-17 Uhr, Sa/So 10-12, 14-17 Uhr Eröffnung: 4. Mai, 19 Uhr Wo das „Leben auf dem Land“ für Viele eine besondere Lebensqualität hat, ist es für viele Jugendliche eher beklemmend. Auf dem Weg nach der Schule in einen Beruf, auf der Suche nach Karriere und dem kosmopolitischen Leben flüchten sich viele junge Leute aus ihren Dörfern in die Städte und Metropolen. Für diejenigen, die weiterhin in ihren Geburtsorten wohnen und arbeiten, ist das Mitgestalten und Agieren in den lokal gewachsenen Gemeinschaften von besonderer Bedeutung. Welche zwischenmenschlichen Beziehungen und Ortsgrenzen-übergreifenden Bunde, welche sozialen Netzwerke hält die „Dorfjugend“ zusammen? Welche Verbindung besteht nach „draußen“? Kathi Seemann, Fotografin, Autorin und Gestalterin, hat ihren Blick auf die Strukturen dieses ländlichen Zusammenlebens gelenkt: Die Ortschaft, die Landstraße, die Autobahnanbindung, der Schulhof, der Bolzplatz, das Vereinsheim. Ihre Zielgruppe sind Jugendliche, die ihren Lebensmittelpunkt in der Region haben, aber auch die jungen Leute, die vor der Entscheidung stehen, dieses Leben für ein städtisches aufzugeben. Sie fragt nach Identifikation und Vernetzung, nach Team Play und Gruppendynamik in den Klicken, Vereinen und Freundeskreisen. Die Ausstellung zeigt eine Reihe fotografischer Gruppenportraits von Jugendgruppen aus verschiedenen Ortsteilen der Großgemeinde Willingshausen, wie der Burschenschaft, der Jugendfeuerwehr, den Sportvereinen. Diese werden Beobachtungen der lokalen Umgebung und Architektur, sowie Archiv-Material gegenübergestellt. Kathi Seemanns Portrait-Fotografien orientieren sich an der frühen niederländischen Gruppenportrait-Malerei des 17. Jh., aber auch an Malereien und Fotografien der Malerkolonie, wie die Künstlerin sie im Archiv des Willingshäuser Malerstübchen gefunden hat: Gruppen werden vor der Kamera oder Leinwand positioniert, um als Korporationsbild oder Schützenstück einen Berufsstand oder Mitglieder einer Vereinigung darzustellen, um einen bestimmten Jahrgang in Erinnerung festzuhalten. Jedoch ohne diese Vereins-typischen Trachten, Uniformen und Trikots, hat Kathi Seemann die Jugendlichen in Alltagskleidung und lediglich mit beschrifteten Team-T-Shirts vor die schwarze Leinwand ihres Fotostudios geholt. Mode-Labels und Vereins-Logos schaffen eine neue Gruppenzugehörigkeit. Hier stehen sie zusammen für die BURSCHENSCHAFT, die FREIWILLIGE JUGENDFEUERWEHR oder einfach für Y O U T H – die Jugend. Das Besondere dieser Ausstellung: Kathi Seemann hat neben der Kunsthalle auch drei Plakatwände in Wasenberg, Loshausen und Merzhausen mit Gruppenporträts bespielt. Damit gibt sie ihrem Anliegen eine Öffentlichkeit, die die Wahrnehmung für den Ort und seine jungen Bewohner auf besondere Weise schärfen. Die Plakat-Tafeln befinden sich an den Orten: Lauterbacher Straße, 34628 Willingshausen-Wasenberg An der Erl, 34628 Willingshausen-Merzhausen Wolfskaute, 34628 Willingshausen-Loshausen Der Ausstellungszeitraum auf den Tafeln ist vom 18. – 28. Mai 2018. Das 46. Künstlerinnenstipendium Willingshausen wird getragen von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, SV Sparkassen Versicherung, Kreissparkasse Schwalm-Eder, Landrat Schwalm- Eder-Kreis und der Gemeinde Willingshausen. Die Ausstellung wird realisiert mit freundlicher Unterstützung der WTB Willingshausen Touristik Büro, Kunsthalle Willingshausen, der Feuerwehr Merzhausen, Albert Werbetechnik in Ziegenhain und Omni-Media Gmbh. Biografie: Kathi Seemann ist Fotografin und Gestalterin verschiedener Publikations- und Ausstellungs-Projekte, mit dem Fokus auf gesellschaftlich relevante Themen. Nach einem dreijährigen Fotografie-Studium an der Escuela de Arte y Diseño in Valencia, Spanien absolvierte sie ihr Master-Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Seit April 2018 ist sie Meisterschülerin bei Prof. Gabriele F. Götz der Klasse redaktionelles Gestalten. Kathi Seemann lebt und arbeitet momentan in Kassel. Text: Bernhard Balkenhol (Kurator des Künstlerinnen Stipendiums Willingshausen) und Kathi Seemann Willingshausen, 13.04.18